Halbjahresbericht 2020 veröffentlicht

05.08.2020
 

Der Bund hat im ersten Halbjahr 2020 Investitionsgarantien mit einem Gesamtvolumen von 731,3 Millionen Euro für Projekte in elf Staaten übernommen. Der Branchenschwerpunkt lag auf der Bauindustrie, gefolgt von der Energiewirtschaft sowie der chemischen und pharmazeutischen Industrie.

Den regionalen Schwerpunkt bildet Asien mit rund drei Viertel des neu übernommenen Garantievolumens. Gemessen am Volumen wurden Garantien für Projekte in China, Belarus, Indien, Russland und Pakistan besonders stark nachgefragt. 22 % der Antragsteller haben das Instrument erstmals in Anspruch genommen. Der aus den Vorjahren bekannte Trend zur stärkeren Nutzung der Investitionsgarantien durch kleinere und mittlere Unternehmen setzt sich fort: 26 % der neu übernommenen Garantien entfallen auf diese Unternehmen. Das liegt über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre.

Die Höchsthaftung des Bundes aus dem valutierenden Garantiebestand beläuft sich Mitte des Jahres 2020 auf 29,3 Milliarden Euro. 9,5 Milliarden Euro hiervon entfallen auf abgesicherte Projekte in China. Der zweitgrößte staatsbezogene Wert entfällt auf abgesicherte Projekte in Russland (8,1 Milliarden Euro).

Das Krisenmanagement der Bundesregierung war auch im ersten Halbjahr 2020 sehr erfolgreich. Schwerpunkte des Krisenmanagements waren abgesicherte Projekte in Belarus, in China, im Iran sowie in Äthiopien.