Halbjahresbericht 2019 veröffentlicht

29.07.2019
 

Volumen der übernommenen Investitionsgarantien steigt deutlich an

Der Bund hat im ersten Halbjahr 2019 Investitionsgarantien in Höhe von 2,8 Milliarden Euro übernommen. Das Garantievolumen ist damit mehr als dreimal so hoch wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres (0,8 Milliarden Euro). Der Branchenschwerpunkt lag im ersten Halbjahr auf der Bauindustrie, gefolgt von der chemischen und pharmazeutischen Industrie sowie der Kraftfahrzeugindustrie.

Es wurden 43 Garantien in 15 Ländern übernommen. Darunter befanden sich die „Compact with Africa“-Länder Äthiopien und Ghana sowie nach 16 Jahren wieder Argentinien und erstmalig Indien auf Basis der innerstaatlichen Rechtsordnung. Etwa 48 % des neuen Garantievolumens entfiel auf Projekte in Asien (vor allem China), gefolgt von Mittel- und Südamerika mit 44 %, (Ost-)Europa mit 5 % und Afrika mit 3 %.

Der Anteil der kleinen und mittleren Unternehmen an den neu übernommenen Deckungen betrug 21 %, was dem Anteil dieser Unternehmen am Garantiebestand insgesamt entspricht. 26 % der Antragsteller haben das Instrument erstmals in Anspruch genommen. Bis Ende Juni 2019 gingen Neuanträge mit einem Volumen von insgesamt 2,6 Milliarden Euro (Kapital und Erträge) ein. Unter den am stärksten nachgefragten Ländern lag Argentinien – seit der Wiederaufnahme der Deckungsmöglichkeiten im Januar 2019 – auf dem ersten Platz.

Das Krisenmanagement hatte im ersten Halbjahr 2019 – wie auch in den vergangenen Jahren – eine hohe Erfolgsquote. Insbesondere durch die Einbindung der Bundesministerien und die Teilnahme von Botschaftsvertretern an Gerichtsterminen vor Ort konnten sowohl in Russland als auch in der Türkei Schadensfälle abgewendet werden.