DIA-Report Nr. 26

07.08.2020

Allgemeine Informationen

Halbjahresbericht 2020 veröffentlicht

Der Bund hat im ersten Halbjahr 2020 Investitionsgarantien mit einem Gesamtvolumen von 731,3 Millionen Euro für Projekte in elf Staaten übernommen. Der Branchenschwerpunkt lag auf der Bauindustrie, gefolgt von der Energiewirtschaft sowie der chemischen und pharmazeutischen Industrie.

Den regionalen Schwerpunkt bildet Asien mit rund drei Viertel des neu übernommenen Garantievolumens. Gemessen am Volumen wurden Garantien für Projekte in China, Belarus, Indien, Russland und Pakistan besonders stark nachgefragt. 22 % der Antragsteller haben das Instrument erstmals in Anspruch genommen. Der aus den Vorjahren bekannte Trend zur stärkeren Nutzung der Investitionsgarantien durch kleinere und mittlere Unternehmen setzt sich fort: 26 % der neu übernommenen Garantien entfallen auf diese Unternehmen. Das liegt über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre.

Die Höchsthaftung des Bundes aus dem valutierenden Garantiebestand beläuft sich Mitte des Jahres 2020 auf 29,3 Milliarden Euro. 9,5 Milliarden Euro hiervon entfallen auf abgesicherte Projekte in China. Der zweitgrößte staatsbezogene Wert entfällt auf abgesicherte Projekte in Russland (8,1 Milliarden Euro).

Das Krisenmanagement der Bundesregierung war auch im ersten Halbjahr 2020 sehr erfolgreich. Schwerpunkte des Krisenmanagements waren abgesicherte Projekte in Belarus, in China, im Iran sowie in Äthiopien.

Den aktuellen Halbjahresbericht finden Sie hier.

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Veranstaltungen aktuell

Unter der Rubrik Veranstaltungen bieten wir Ihnen regelmäßig neue Möglichkeiten an, Vorteile und Nutzen der Investitionsgarantien anhand von Vorträgen, Diskussionen und persönlichen Gesprächen kennenzulernen.

Webinar: Sicher in Südostasien investieren - staatliche Investitionsgarantien bieten wirksamen Schutz

In den letzten zwei Jahren konnte Südostasien etwa ein Zehntel der jährlichen weltweiten Ausländischen Direktinvestitionen (FDI) für sich gewinnen. Seit 2017 fließen jedes Jahr mehr FDI in die ASEAN-Region als in die Volksrepublik China, vornehmlich nach Singapur, Indonesien und Vietnam. Deutsche Investoren zeigen sich hier bisher zurückhaltend, haben aber in den letzten drei Jahren auch mehr als vier Milliarden US-Dollar in die Region investiert. Es ist davon auszugehen, dass die ASEAN-Region auch nach der gegenwärtigen Corona-bedingten Krise ein attraktiver Wirtschaftsraum und Empfänger von FDI bleiben wird. Plant vielleicht auch Ihr Unternehmen in die Region zu investieren? Den wirtschaftlichen Chancen stehen jedoch auch unkalkulierbare Unsicherheiten gegenüber. Zum Schutz gegen diese politischen Risiken nutzen daher bereits heute viele deutsche Unternehmen die Investitionsgarantien des Bundes zur Begleitung ihres Markteintritts in dieser Region. Welchen Nutzen bieten Investitionsgarantien bei der Erschließung des südostasiatischen Marktes und was sollten deutsche Unternehmen bei der Antragstellung beachten?

Wir laden Sie herzlich ein, solche und weitere Fragen mit uns im Rahmen des OAV/PwC-Webinars “ Sicher in Südostasien investieren - staatliche Investitionsgarantien bieten wirksam Schutz” mit Herwig Maaßen (herwig.maassen@de.pwc.com) von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft - dem Mandatar des Bundes für die Investitionsgarantien - zu diskutieren. 

Herr Alexander Redeker, CEO der Aone Deutschland GmbH wird exemplarisch beleuchten, wie sein Unternehmen den vietnamesischen Markt erschließt und welche Rolle das Thema Absicherung von Auslandsinvestitionen dabei spielt.

Anmelden können Sie sich hier.

  • 03. September 2020 von 11:00 bis 12:15 Uhr

BMWi-Fachveranstaltung der Exportinitiative Energie: Finanzierung im Auslandsgeschäft - aber wie?

Neben hilfreichen Finanzierungsgrundsätzen lernen Sie verschiedene Unterstützungsangebote für die Finanzierung Ihres Auslandsprojekts kennen. Zudem werden konkrete Finanzierungsprogramme öffentlicher und privater Institutionen in einer offenen Beratungsrunde vorgestellt.

Rebecca Finnern (rebecca.finnern@de.pwc.com) und Johanna Wohlgemuth (johanna.wohlgemuth@de.pwc.com) von der PricewaterhouseCoopers GmbH WPG stehen Ihnen dabei als unsere Expertinnen für eine Beratung zum Thema Investitionsgarantien gern zur Verfügung.

Informationen zur Teilnahme:

Angesichts der Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie wird die Veranstaltung als hybrides Event angeboten. Das heißt, die Teilnahme ist sowohl vor Ort in Berlin, als auch live am PC möglich.

Vor Ort nehmen Sie am 08.09.2020 von 9:30 Uhr bis 15:30 Uhr an der Veranstaltung teil. Als Online-Teilnehmende können Sie am 08.09.2020 von 9:30 Uhr bis 12:30 Uhr per Live-Stream mit dabei sein. Zusätzlich findet für Sie am 09.09.2020 von 9:45 Uhr bis 12:00 Uhr eine digitale Sprechstunde mit den Finanzierungsexperten statt.

Wenn Sie vor Ort in Berlin dabei sein möchten, melden Sie sich bitte über den hier aufgeführten Link für die Fachveranstaltung an. Da die Nachfrage erfahrungsgemäß sehr groß und die Teilnehmerzahl begrenzt ist, sichern Sie sich Ihre Teilnahme frühzeitig.
Für eine Online-Teilnahme müssen Sie erst einmal nichts weiter tun. Wir informieren Sie rechtzeitig, wie Sie virtuell dabei sein können.

  • 08. September 2020 von 09:30 bis 15:30 Uhr

Webinar: Sicher in China investieren

Im Rahmen des Webinars von Germany Trade & Invest und der PricewaterhouseCoopers GmbH WPG werden zunächst die wesentlichen rechtlichen Rahmenbedingungen für deutsche Investitionen in China vorgestellt. Dabei werden insbesondere das chinesische Foreign Investment Law und dessen Bestimmungen zum Investitionsschutz in den Fokus genommen. Auch Sicherungsmittel im deutsch-chinesischen Geschäftsverkehr sollen beleuchtet werden.

Der zweite Teil widmet sich dem Thema Investitionsgarantien und dem Schutz vor politischen Risiken. Neben der Darstellung des Gegenstands und der Voraussetzungen von Investitionsgarantien soll insbesondere auch das Krisenmanagement der Bundesregierung erläutert werden. Praxisbeispiele deutscher Unternehmen in China runden die Veranstaltung ab.

Für Fragen zu den Investitionsgarantien steht Ihnen unser Experte Dr. Benjamin Siering (benjamin.siering@de.pwc.com) im Rahmen dieses Webinars gern zur Verfügung.

Anmelden können Sie sich hier.

  • 16. September 2020 von 14:00 bis 15:00 Uhr

Über den Tellerand geschaut

Bundesregierung beschließt 5-Punkte Maßnahmenpaket zur weiteren Unterstützung der deutschen Exportwirtschaft 

Anfang Juli hat die Bundesregierung ein Maßnahmenpaket verabschiedet, das darauf abzielt, die Liquiditätssituation von Exporteuren und Importeuren zu verbessern, die Finanzierung von Geschäften zu erleichtern und die Refinanzierungsmöglichkeiten von Banken auszuweiten. Die teilweise befristeten Maßnahmen wurden in engem Austausch mit der deutschen Exportwirtschaft sowie Banken und Unternehmensverbänden entwickelt und betreffen sowohl die Angebots- als auch die Liefer-, Rückzahlungs- und Refinanzierungsphase eines Ausfuhrgeschäfts.

Im Einzelnen hat die Bundesregierung folgende Punkte beschlossen:

-        Einführung eines 720-Tage Bestellerkredits zu Sonderkonditionen (befristet bis 30.06.2021)

-        Nachträgliche Finanzierung von Geschäften auf Lieferantenkreditbasis (befristet bis 30.06.2021)

-        Einführung einer Shopping-Line-Deckung (unbefristet). Die Shopping-Line-Deckung ist eine besondere Form der Finanzkreditdeckung und erleichtert deutschen Exporteuren den Zugang zu Beschaffungsprogrammen bonitätsstarker Auslandskunden.

-        Erleichterungen bei den Entgelten für Exportkreditgarantien

-        Einführung einer neuen Variante der Verbriefungsgarantie für die Refinanzierung bei Pfandbriefbanken (unbefristet)

-        Die vereinfachten Auszahlungsvoraussetzungen für Finanzkreditdeckungen bei Neudeckungen gelten nun auch im Bestandsgeschäft ausgeweitet (unbefristet)

-        Wahlrecht auf Einmalentschädigung für Non-performing Loans (unbefristet)

Darüber hinaus setzt sich die Bundesregierung in Gesprächen mit der Europäischen Kommission dafür ein, dass das bis Ende 2020 befristete Refinanzierungsprogramm der KfW für bundesgedeckte Exportkredite verlängert und seine Konditionen angepasst werden. Detaillierte Informationen zum Maßnahmenpaket der Bundesregierung finden Sie hier:

AGA Portal

BMWi Pressemitteilung